Europas digitale Herausforderung

Digitale Technologien und das Internet werden zu einer immer wichtigeren Grundlage für zahlreiche europäische Unternehmen. Digitale sowie auch nicht digital präsente Unternehmen entscheiden sich dazu, ihren Konzern in das mediale Zeitalter einzugliedern. Von dieser Entwicklung hat bereits auch die Europäische Union Notiz genommen und sich nun dazu entschieden, ein Konzept auf die Beine zu stellen, welches dem bereits bestehenden Europäischen Binnenmarkt gleicht. So begann die Planung für einen solchen gemeinsamen digitalen Markt, der alle Mitgliedsstaaten der EU umfasst, im Mai 2015 und soll -so die Pläne zur Zeit- bis 2020 weitergeführt werden. Die Grundlagen dieses Plans basieren auf einer Reihe an Initiativen, zu denen sich Unternehmen und Kommission verpflichtet haben, um Ziele wie eine Verbesserung des Zugriffs auf Information und den Onlinehandel zu gewährleisten und gleichzeitig ein funktionierendes System des Informations- und Kommunikationsaustausches auf die Beine zu stellen.

Auch wenn der digitale Markt Europas konstantes Wachstum verzeichnet, hat er dennoch noch einige Hürden zu überwinden, die ihn bisher an der Entwicklung einer funktionierenden, starken Industrie hindern. Der 2015 aufgestellte Plan soll nun dabei helfen Schwierigkeiten zu meistern, die gerade im Bezug zu Firmen aufkommen, die ihr Gescháftsverhalten auf den Onlineweg verlagern. Laut Schätzungen würde eine solche Etablierung eines digitalen Marktes für die europäische Wirtschaft ein Einkommenswachstum von etwa 415 Millionen Euro bedeuten. Darüber hinaus könnte es zu einer generellen Belebung des europäischen Digitalmarktes beitragen und somit auch zu einem Garant für neue Arbeitsplätze werden.

Doch die sich landesweit sehr weit voneinander unterscheidenden Verordnungen und das Fehlen von Möglichkeiten tragen zu einer Situation bei, die freien digitalen Handel und dessen volle Potenzialausschöpfung zu einer grossen Herausforderung für Europa machen. Oft sind es in diesem Falle Start-Ups, die durch riskante und innovative Unternehmensmodelle Investitionszuschüsse erhalten. Ungeachtet dessen, verbleibt die Europäische Kommission jedoch in Verhandlungen, ob und mit welchen Mitgliedsstaaten überhaupt das Projekt durchgeführt werden soll.

Referenz: Juncker, J. (2016). Political Guidelines for the next European Commission. 1st ed. [PDF] Strasbourg: Jean-Claude Juncker. Available at: http://www.eesc.europa.eu/resources/docs/jean-claude-juncker---political-guidelines.pdf [Accessed 8 Jun. 2016].

This post is also available in: Englisch, Spanisch

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben