Remote working rights and obligations

Wer ist für Arbeitsunfälle am Arbeitsplatz von zu Hause aus verantwortlich?

Aufgrund der technologischen Entwicklung und der Globalisierung wird es immer üblicher, dass Arbeitnehmer ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen, anstatt sich in ein festes Büro zu begeben.

Die Arbeit von zu Hause aus befreit Sie jedoch nicht von der Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu sorgen. Die Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht für alle ihre Beschäftigten und müssen, soweit dies im Rahmen des Möglichen realisierbar ist, für eine sichere Arbeitsumgebung sorgen, die frei von Risiken für die physische und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter ist. Dazu gehören unteranderem die Bewertung, Kontrolle und Minderung von Risiken an anderen Orten als dem normalen Arbeitsplatz, wie z.B. am Wohnort des Arbeitnehmers während des Arbeitstages. Die Arbeitgeber sollten die Arbeitnehmer zudem an ihre Pflichten und Obliegenheiten im Rahmen ihrer Arbeitsverträge und geltenden Richtlinien erinnern, insbesondere in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit.

Auch wenn es für Arbeitgeber schwierig sein mag, traditionelle Risikobewertungen von Gesundheit und Sicherheit in der Wohnung eines Arbeitnehmers durchzuführen, besteht im gegenwärtigen Kontext doch ein großer Bedarf.

Im Falle eines Unfalls wird die gleiche Regelung angewendet, wie die unter normalen Umständen. Bezüglich den Überprüfungszwecken kann sie jedoch zu Konflikten führen, da es schwierig ist, eine Untersuchung des Unfalls durchzuführen, denn abgesehen davon, dass es sich um den Arbeitsort handelt, verliert er gleichzeitig nicht den Status der Wohnung und seine Unverletzlichkeit.

Nichtsdestotrotz ist es Aufgabe des Arbeitnehmers, die entsprechenden Beweise des jeweiligen Zeitpunktes sowie den Ort der Arbeit, für den Unfall vorzulegen. In Bezug auf diese Frage kann die Versicherungsgesellschaft geeignete Beweise wie z.B. Aufzeichnungen über die Computerverbindung oder andere für notwendig erachtete Beweise verlangen.

Der Arbeitgeber muss auch die folgenden unwiderlegbaren Garantien geben:

– Freiwillig und reversibel (falls diese Option vor Unterzeichnung des Vertrags nicht in Betracht gezogen wurde)

– die gleichen Rechte wie bei der Arbeit von Angesicht zu Angesicht

– Ein Mindestgehalt, das Ihrer Berufsgruppe und Ihren Funktionen entspricht

– Gleiche Arbeitsbelastung und gleicher Zeitplan wie im Büro. Recht auf Verbindungsunterbrechung

Wer muss die Sicherheitsbedingungen garantieren?

 Wie wir oben erläutert haben, ergibt sich aus dem Rechtsrahmen, dass Telearbeit nicht zu einer Einschränkung der Garantien und Rechte des Arbeitnehmers führen darf.

Da jedoch die Wohnung der Arbeitsort ist, ist der Arbeitnehmer selbst für die angemessene Aufrechterhaltung der Sicherheitsbedingungen verantwortlich, da er nicht unter der direkten Aufsicht des Arbeitgebers steht. Doch selbst mit der Schwierigkeit der Kontrolle in diesem Umfeld ist es rechtlich gesehen der Arbeitgeber, der verpflichtet ist, über die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer zu wachen. Im Falle eines Unfalls würde man davon ausgehen, und das ist der Fall, dass er seine Wachsamkeitspflicht verletzt hat und somit eine Verletzung der Rechte des Arbeitnehmers vorliegt.

Verstoßen Sie gegen die Wachsamkeitspflicht? Wie können Sie dies verhindern?

Es mag paradox sein, dass Sie die Wachsamkeitspflicht verletzen, wenn der Arbeitnehmer Ihnen keinen Zugang zur Wohnung gewährt hat. Um dies zu verhindern, sollten Sie im Vertrag des Arbeitnehmers „die Pflicht festgelegt haben, mit dem Arbeitgeber zusammenzuarbeiten und ihm Zugang zu seiner Wohnung zu gewähren, und zwar einzig und allein zum Zwecke der Erfüllung der vorbeugenden gesetzlichen Verpflichtungen“, indem Sie darauf hinweisen, dass der Zugang unter gebührender Achtung der Privatsphäre des Arbeitnehmers erfolgen wird. Die Folgen einer solchen Nichteinhaltung für disziplinarische Zwecke müssen ebenfalls im Arbeitsvertrag festgelegt werden.

Angesichts der Tatsache, dass die Unverletzlichkeit der Wohnung ein verfassungsmäßiges Recht ist, kann wenig oder gar nichts getan werden, ohne die damit verbundenen Konsequenzen zu beeinträchtigen.

Das Problem ist schwer zu lösen, sodass es unter solchen Umständen angebracht wäre, festzuhalten, dass zumindest ein Versuch unternommen wurde, den Arbeitsplatz zu bewerten.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass

-Es muss ein wirksamer Schutz in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit gewährleistet werden.

-Um die Risiken bei der Arbeit zu kennen und minimieren, sollten Sie, als Arbeitgeber, eine Bewertung des Arbeitsplatzes vornehmen.

-Wenn der Arbeitsplatz und die Wohnung zusammenfallen, d.h. die persönliche und die Arbeitsumgebung, sollten Sie, als Arbeitsgeber, die Privatsphäre des Arbeitnehmers so weit wie möglich respektieren.

-Obwohl der Arbeitnehmer den Zutritt zu seiner Wohnung verweigern kann, ist es auch die Pflicht des Arbeitnehmers, mit seinem Arbeitgeber zusammenzuarbeiten, damit dieser seine Sicherheit garantieren kann.

-Wenn der Arbeitnehmer sich weigert, den Arbeitgeber seine Wohnung betreten zu lassen, wird empfohlen, dies ebenso zu protokollieren wie die Unmöglichkeit, die Bewertung oder Überprüfung der Berufsrisiken durchzuführen und generell seiner Schutzpflicht nachzukommen.

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